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Der Magdeburger Dom im 30 Jährigen Krieg

Magdeburger Dom: Geschichte, Bau und Bedeutung des Wahrzeichens

Verfasst von Larissa

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Der Magdeburger Dom: Geschichte eines Wahrzeichens

Der Magdeburger Dom ist nicht einfach nur die bekannteste Kirche der Stadt. In seinem Mauerwerk steckt fast die gesamte Geschichte Magdeburgs: die ottonische Gründung unter Otto I., der gotische Neubau des Mittelalters, die Reformation, die Verwüstung im Dreißigjährigen Krieg und der Wiederaufbau nach 1945. Genau das macht ihn zu einem Bauwerk, das man nicht nur ansehen, sondern auch lesen kann wie ein Geschichtsbuch aus Stein.

Baujahr

Beim Magdeburger Dom gibt es streng genommen nicht nur ein einziges Baujahr. Sein Ursprung liegt im Jahr 937, als Otto I. in Magdeburg ein Kloster zu Ehren des Heiligen Mauritius gründete. Die dazugehörige Kirche wurde ab 955 erweitert und 968 zur Kathedrale erhoben. Der heutige Dom, so wie man ihn kennt, entstand aber erst nach dem großen Stadtbrand von 1207: Der gotische Neubau begann 1209 und wurde in mehreren Bauphasen bis 1520 vollendet.

Wer hat ihn erbaut?

Den ersten Dom ließ Otto der Große anlegen. Der heutige gotische Bau geht dagegen vor allem auf Erzbischof Albrecht von Käfernburg zurück. Nach der Zerstörung des älteren Doms ließ er an derselben Stelle neu bauen; dabei wurden sogar Teile des älteren Bestands weiterverwendet. Weil sich der Bau von 1209 bis 1520 hinzog, ist der Magdeburger Dom nicht das Werk eines einzelnen Mannes, sondern das Ergebnis mehrerer Generationen von Bauleuten.

Was macht ihn so besonders?

Der Magdeburger Dom gilt als erste gotisch konzipierte Kathedrale auf deutschem Boden. Seine 101 Meter hohen Westtürme wurden 1520 fertiggestellt und prägen bis heute das Stadtbild. Im Inneren ist der Dom zugleich Grabkirche von Otto I. und seiner ersten Gemahlin Editha. Gerade diese Verbindung aus Architektur und Reichsgeschichte macht ihn weit bedeutender als ein gewöhnliches Kirchengebäude.

Wer hat ihn „erobert“?

Die Frage ist historisch etwas schief gestellt. Erobert wurde nicht in erster Linie der Dom, sondern die Stadt Magdeburg. Die einschneidendste Zäsur kam 1631 im Dreißigjährigen Krieg, als kaiserliche Truppen unter Johann Tserclaes, Graf von Tilly, die Stadt stürmten und verwüsteten. Nach der Domgeschichte wurde der Dom damals vor der völligen Vernichtung bewahrt, weil Domprediger Reinhard Bake vor dem heranreitenden Tilly niederkniete.

Reformation, Napoleon und Krieg

Auch nach dem Mittelalter blieb der Dom nicht verschont. 1567 fand dort der erste evangelische Gottesdienst statt. Unter Napoléons Herrschaft wurde das Bauwerk später als Warenlager, Waffenlager und Viehstall benutzt. Im Januar 1945 erlitt der Dom bei den Bombenangriffen auf Magdeburg seine schwersten Schäden; erst 1955 wurde er wieder geöffnet.

Schluss

Der Magdeburger Dom ist damit weit mehr als eine große Kirche. Er steht für Otto den Großen, für den Beginn der Gotik in Deutschland, für Reformation und Krieg, für Zerstörung und Wiederaufbau. Wer über ihn schreibt, schreibt immer auch über die Geschichte Magdeburgs selbst. Quellen: Magdeburg https://www.magdeburg.de/index.php?FID=557.302.1&ModID=9&NavID=37.510&object=tx%7C37.6876.1

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